Dankeschön an das Demokratische Bürgerforum Homberg (Ohm)

Sehr geehrte Damen und Herren,

Das Thema „Parkplätze Hinter der Mauer“ in Homberg wurde mehrfach in der lokalen Presse aufgegriffen, nachdem durch dem Umzug meiner Praxis in die Kernstadt dort ein erheblicher Mehrbedarf an Parkraum entstanden ist.

Die Zunahme des Bedarfs für die Besucherinnen und Besucher meiner Praxis ist durch die Schließung der Praxen von Dr. Schnee und Dr. Ladwig entstanden, deren ehemaligen Patientinnen und Patienten ich ein hausärztliches Versorgungsangebot gemacht habe, welches dankbar und mit enormen Zuspruch angenommen wird.

Deshalb war ich gern der Einladung des Rathauses gefolgt, als man mir Unterstützung in Form von geeigneten Infrasturkturmaßnahmen für Umzug und Erweiterung meiner Hausarztpraxis anbot.

Es wurden mir von der Bürgermeisterin, dem Hauptamtsleiter und der Wirtschaftsförderin Baupläne für die Parkplätze „Hinter der Mauer“ präsentiert und man müsse nun die Finanzierung des Vorhabens vorantreiben. Dazu solle ich schriftlich versichern, dass meine Praxiserweiterung für einen nennenswerten Zeitraum Bestand haben würde, was ich auch tat.

Im Nachgang wurde ich dann nochmals vom Hauptamtsleiter und der Wirtschaftsförderin gebeten eine Art Brandbrief zu verfassen, in welchem ich die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Parkraumbeschaffung darlegen solle, um diese Argumente den politischen Gremien vorlegen zu können.

Mit Spannung erwartete ich also die Ergebnisse der Sitzung für die Haushaltsplanung und die Reaktionen auf meine Argumente.

Das Ergebnis der von der Bürgermeisterin sogenannten „engen Abstimmung“ mit mir und dem Apotheker im selben Haus ist hinlänglich bekannt: Es wurde ein Sperrvermerk im Haushalt verankert, der das faktische Aus für das Parkplatzprojekt für lämgere Zeit bedeutet.

Nun muss man in einer Demokratie freilich auch mit Entscheidungen leben, mit denen man nicht einverstanden ist.

Was mich aber wirklich ärgert ist, dass meine Argumente allein durch die Arbeit des Demokratischen Bürgerforums den gewählten Entscheidungsträgern zur Kenntnis gebracht wurden. Die Stadtverwaltung hat meinen Brandbrief jedenfalls niemanden in den politischen Gremien vorgelegt

Wie man im Rathaus einerseits wichtige Argumente zurückhält, sowie dort seitens der Rathauschefin einen Sperrvermerk für das Vorhaben bewirkt und andererseits in der Öffentlichkeit die Mär einer engen Abstimmung und dem frühzeitigen Setzen von Impulsen für die Erweiterung des Parkraums verbreiten kann, ist mir unbegreiflich.

Offenbar hat die Rathausspitze geglaubt oder darauf spekuliert, dass nun, da der Herr Dr. Rottmann treuherzig versichert hatte einen Mietvertrag für die Räume in der Frankfurter Straße für zehn Jahre unterschrieben zu haben, es hier keinen akuten Handlungsbedarf gebe. Schließlich ist die hausärztliche Versorgung an dieser Stelle ja für die nächste Dekade gesichert.

Da fällt es dann scheinbar auch nicht ins Gewicht, dass in der jetzt schon angespannten Parkraumsituation angeblich noch zwei weitere Stellplätze direkt vor der Apotheke und Arztpraxis in eine Freifläche für die Gastronomie umgwidmet werden sollen.

Deshalb bin ich Ihrer Wählergemeinschaft Demokratisches Bürgerforum Homberg und auch Frau Schlemmer von der Ökologischen Liste dankbar, dass Sie mit Eilanträgen in der Februar-Sitzung des Stadtverordnetenparlaments versucht haben, das notwendige Projekt noch auf den Weg zu bringen.

Sie haben verstanden, dass eine gut erreichbare und wohnortnahe hausärztliche Versorgung ein Grundpfleiler der Daseinsvorsorge ist. Es geht schließlich nicht um „meine Praxis“ sondern um die Homberger Bürgerinnen und Bürger, die Ihre Hausarztpraxis und Apotheke auch erreichen können müssen.

Dies wird in Zukunft immer wichtiger werden: alternde und damit mobilitätseingeschränkte Gesellschaft und eine ausgedünnte Hausärzteschaft sind eine Herausforderung für Gesellschaft, Politik und Medizin.

Wo in anderen Gemeinden bereits satte „Fangprämien“ für neue Hausärzte ausgelobt werden, haben die jetzt Verantwortlichen in Homberg offenbar den „Schuss noch nicht gehört“ und versagen die Umsetzung von Infrastrukturverbesserungen für die hausärztliche Versorgung.

Deshalb bedanke ich mich sehr beim Demokratischen Bürgerforum für Ihr politisches Engagement und wünsche Ihnen für Ihre zukünftige Arbeit viel Erfolg!

Dr. med. Carsten Rottmann

12. März 2026

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Wenn der Landarzt kopfschüttelnd den Saal verlässt…

Montag, 9. Februar 2026, 19:30 Uhr, Stadtverordnetenversammlung der Stadt Homberg im Dorfgemeinschaftshaus Maulbach. Alle sind da, auch viele Zuschauer, es geht wohl um was Wichtiges. Schnell fällt auf, einer fehlt – nämlich der Zugang zum Internet. Es soll eine Stadtverordnetenversammlung durchgeführt werden, ohne dass die Stadtverordneten auf ihr Ratsinformationssystem zugreifen können, weil im DGH Maulbach kein WLAN zur Verfügung steht. Im Februar 2026, die Welt, auch die der Kommunalverwaltung, redet von Digitalisierung!

Man könnte vermuten, dass die verantwortliche Verwaltungsleitung die Contenance verliert und mit Nachdruck ihre Mitarbeiter nach einer umgehenden Lösung suchen lässt – tut sie aber nicht. 30 bis 40 Minuten gehen in den muffigen Raum, bis gegen 20:10 Uhr das Passwort für das WLAN des naheliegenden Kindergartens zumindest den Stadtverordneten zur Verfügung steht.  Ein maulbacher Bürger hatte offensichtlich seine privaten Kontakte zu einer Mitarbeiterin des Kindergartens genutzt – die letzte Sitzung der laufenden Legislaturperiode kann beginnen.

Die Fraktion Bürgerforum stellt einen Eilantrag auf eine Änderung der Tagesordnung. Man schlägt vor, die Fragestellung nach der zeitnahen Schaffung für Parkplätze für die neue Arztpraxis in der Frankfurter Straße, auf die Tagesordnung zu nehmen. Der Zuschauer hält das für eine Trivialität, denn Homberg ist auf diesen Arzt angewiesen. Ein anderer Arzt hatte seine Tätigkeit aus Altersgründen aufgegeben, ein weiterer musste seine Praxis wegen einer Erkrankung schließen. Man geht also davon aus, dass die Stadtverordneten sich ihrer Verantwortung für die Daseinsvorsorge im Hinblick auf die ärztliche Versorgung bewusst sind und den Arzt in seinem Streben entsprechend unterstützen. Alle wissen, wie wichtig das ärztliche Vorhaben für die Versorgung Hombergs ist und alle haben begriffen, dass eine Praxis mit so großem Zuspruch auch entsprechend mehr Parkraum benötigt. Man geht davon aus, dass der Antrag angenommen wird, das Thema auf die Agenda kommt und über die Aufhebung des Sperrvermerks für die Finanzierung der Baumaßnahme debattiert wird.

Über den Antrag auf Änderung der Tagesordnung wird namentlich abgestimmt.

Ein Raunen geht durch die Zuschauer, der Antrag wird abgelehnt. Es findet sich nicht die erforderliche 2/3-Mehrheit der Stadtverordneten, das wichtige Thema der Daseinsvorsorge kommt nicht auf die Tagesordnung, das bedeutet eine Verzögerung bis in den Mai des Jahres – also erst mit dem dann neu gewählten Stadtparlament!

Der Landarzt steht auf und verlässt kopfschüttelnd den muffigen Saal – die Zuschauer bleiben ratlos zurück, auf sie warten noch weitere fragwürdige Wortwechsel (z.B. das Ergebnis der durchgeführten Akteneinsicht im Thema alte Berufsschule, warum findet das Abwasser der Kita in Nieder-Ofleiden nicht seinen Weg in das Kanalsystem, etc…) im weiteren Verlauf dieser denkwürdigen Sitzung.

Hier nur noch der kurze Hinweis: Mit dem Ratsinformationssystem SD.NET kann man auch namentliche Abstimmungen durchführen. Die Nutzung dieser Funktionalität würde den Sitzungsverlauf optimieren.

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Zone 30 Markierungen auf der Fahrbahn

Den nachfolgenden Beschlussvorschlag hat das Bürgerforum im Homberger Ortsbeirat eingebracht, diesem wurde einstimmig zugestimmt und der Beschlussvorschlag wurde an die Verwaltung weitergeleitet.

Beschlussvorschlag zu Zone 30:

Der Ortsbeirat beschließt:

  1. Die bereits vorhandenen Markierungen „Zone 30“ auf diversen Straßen sind zu erneuern.
  2. Die Markierungen „Zone 30“ sind wie folgt zu ergänzen:
    • Marburger Straße Einfahrt Schillerstraße
    • Berliner Straße Einfahrt Hochstraße
    • Berliner Straße Einfahrt Beuneweg
    • Schillerstraße Einfahrt Uhlandstraße
    • Am Tiefen Hain Richtung Mühltal (Zone 20).
    • Karlstraße, Bahnhofstraße
    • Frankfurter Straße
  3. Der Ortsbeirat fordert, dass Tempotafeln in der Bahnhofstraße sowie der Frankfurter Straße angebracht werden.
  4. Der Ortsbeirat fordert, dass deutlich häufiger Geschwindigkeitskontrollen und Geschwindigkeitsmessungen in der Bahnhofstraße sowie in der Frankfurter Straße und ferner an weiteren Gefahrenstellen im Stadtgebiet durchgeführt werden.

Es gab dazu keine Rückmeldung durch die Verwaltung
(inzwischen wurden Markierungen Richtung Mühltal angebracht.)

Wir setzen uns ein für eine sichere Verkehrssituation in Homberg und gleichberechtigte Teilnahme von Fußgängern und Autos am Verkehr. Vorhandene Regelungen müssen konsequent umgesetzt und kontrolliert werden.

Wir wollen einen sicheren Schulweg für die Homberger Schüler.

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Linker soll Ortsvorsteher bleiben

Der derzeitige Ortsvorsteher der Kernstadt Homberg (Ohm), Karl Heinrich Linker, führt die Liste des BÜRGERFORUMS zur Ortsbeiratswahl am 15.03.2026 an. Nach einstimmigem Votum strebt das BÜRGERFORUM an, dass Linker auch in der neuen Wahlperiode das Ehrenamt übernehmen soll. Der neunköpfige Ortsbeirat ist in der laufenden Wahlperiode auf sechs Mitglieder geschrumpft, da von den vier gewählten Mitgliedern auf der SPD-Liste nur noch ein einziger verblieben ist. Nach dem freiwilligen Mandatsverzicht der gewählten SPD-Vertreter hatte sich Karl Heinrich Linker bereit erklärt, das Amt zu übernehmen und wurde auch einstimmig gewählt. Seither hat er sich leidenschaftlich für die Weiterentwicklung seiner Heimatstadt eingesetzt. Viele sinnvolle Vorschläge des Ortsbeirats seien aber nicht aufgegriffen worden. Linker nennt hier in erster Linie die Bestückung der Innenstadt mit „rostigen Möbeln“, Untätigkeiten im Bereich der Friedhofsgestaltung und eine fehlende Bereitschaft, endlich mit Sanierungsarbeiten bei den Gemeindestraßen zu beginnen.

Für jedermann sei rein äußerlich der kontinuierliche „Verfall“ Hombergs erkennbar, der dringend aufgehalten werden müsse.

Linker führt in vierter Generation als Schreinermeister in Homberg seinen Familienbetrieb. Auf Platz zwei steht mit Ulrich Seibert eine Persönlichkeit, die in Homberg seit Generationen tief verwurzelt ist. Das langjährige Betriebsratsmitglied der KAMAX setzt sich vorrangig dafür ein, dass der „gesunde Menschenverstand“ wieder in die Kommunalpolitik seiner Heimatstadt zurückfindet.

Der Bestatter Andreas Rink auf Platz drei, ebenfalls Selbstständiger in der Kernstadt, findet, dass der Wille der Bürger eine stärkere Berücksichtigung verdient hätte. Die Meinung der Bürgerschaft spiele in Homberg aber so gut wie keine Rolle mehr. Rink spricht sich für eine Änderung dieser Haltung aus und möchte sich im Ortsbeirat für eine „starke Stimme“ der Kernstadt-Bewohner einsetzen.

Auch Sven Vogel – ein neuer Kandidat des BÜRGERFORUMS – führt seinen mittelständischen Familienbetrieb, der seit 1881 besteht. Der Karosseriebaumeister vermisst bei den derzeit politisch Verantwortlichen eine Wertschätzung der Unternehmer, die doch wesentliche Beiträge zum Erhalt von Arbeitsplätzen in der Stadt leisten.

Mit der Diplom-Ingenieurin Tina Stumpf hat sich eine weitere selbstständige Gewerbetreibende für eine Kandidatur auf der Ortsbeiratsliste des BÜRGERFORUMS entschieden. Sie erwartet von einer städtischen Wirtschaftsförderung, dass diese zunächst die alteingesessenen Betriebe vor Ort besucht und sich hierdurch einen Überblick verschafft, welcher Bedarf bei den bereits ansässigen Unternehmen bestehe. Auch setzt sie sich vehement für den Erhalt des Freibades und eine Beendigung der Zusammenarbeit mit dem derzeitigen Betreiber ein.

Der IT-Consultant Erik Bömeke auf Platz sechs möchte den Digitalisierungsprozess auf der kommunalen Ebene begleiten und forcieren. Projektierungen im Bereich von Umwelt und Natur würde er gerne unterstützen. Die Studentin Luzia Stumpf, die auf Platz sieben der Liste des BÜRGERFORUMS steht, ist vor allen Dingen daran interessiert, ihre Heimatstadt zukunftsfähig aufzustellen und wünscht sich einen deutlich verbesserten Dialog mit jungen Menschen. Heinz Rink auf Platz acht der Liste des BÜRGERFORUMS sorgt sich insbesondere um den Erhalt der Geschäftsstrukturen in der Innenstadt. Er setzt sich entschieden dafür ein, dass mit den Eigentümern, die Gewerbeflächen zur Verfügung stellen, zielführende Gespräche durch die Stadtverwaltung geführt werden und weitere Geschäftsschließungen verhindert werden. Listenplatz neun belegt Hombergs ehemaliger Bürgermeister Eckhard Hisserich, der durch seine erstmalige Kandidatur für den Ortsbeirat seine Verbundenheit mit seiner Heimatstadt zum Ausdruck bringen möchte. Hisserich beabsichtigt, sich schwerpunktmäßig um die Anliegen der Vereine zu kümmern.

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Zu TOP 3 der Sitzung des Ortsbeirats vom 09.08.2024:

Beschlussvorschlag eingebracht vom Bürgerforum:

Der Ortsbeirat beschließt:

  1. Sofern die Glascontainer nicht über das Stadtgebiet verteilt werden, wird der Magistrat beauftragt, einen zentralen Platz im Stadtgebiet zu finden, der geeignet ist, um dort Glascontainer in ausreichendem Umfang aufzustellen.
  2. Der Magistrat wird aufgefordert, den Ort, an dem die Glascontainer aufgestellt werden sollen, mit dem Ortsbeirat zu beraten.
  3. Der Platz zur Aufstellung der Glascontainer soll eingezäunt sein und soll konkrete Öffnungszeiten haben. Insbesondere soll der Platz nachts abgeschlossen sein.
  4. Der Platz soll mit einer Videoüberwachung versehen werden.
  5. Der Platz soll ausreichend beleuchtet sein.
  6. Der Magistrat soll für eine angemessene und erforderliche Anzahl von Leerungen der Container sorgen.
  7. Der Ortsbeirat lehnt den derzeit gewählten Platz am Bahnhof ab und hält diesen Platz weder für angemessen noch für geeignet zur Aufstellung der Glascontainer. Der Ortsbeirat vertritt die Auffassung, dass es sich bei dem Bahnhofsgelände um ein Gelände am Ortseingang von Homberg (Ohm) aus Richtung Marburg kommend handelt. Ein solches Gebäude sollte nicht zur Müllablagerung genutzt werden.

Bei dem Bahnhofsgebäude handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude, welches saniert werden sollte und dessen offensichtlicher Verfall nicht noch durch das Aufstellen von Glascontainern und das Ansammeln von Müll verstärkt werden sollte.

Der Beschlussvorschlag wurde einstimmig angenommen und an die Verwaltung weitergeleitet.

Zusätzlich wurden vom Ortsbeirat Vorschläge zu alternativen Standorten gemacht.

Es gab dazu keine Rückmeldung durch die Verwaltung.

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Das Demokratische Bürgerforum Homberg (Ohm) positioniert sich mit 17 Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl am 15.03.2026.

Angeführt wird die Liste des BÜRGERFORUMS – wie auch bereits vor fünf Jahren – von Jutta Stumpf, Rechtsanwältin und Partnerin einer Sozietät in Stuttgart. Stumpf beabsichtigt, sich in der neuen Wahlperiode weiterhin schwerpunktmäßig kommunalrechtlichen Themenstellungen zuzuwenden und die Koordination bei Bürgeranfragen und -anliegen zu übernehmen.

Auf den Plätzen 2 und 3 stehen die beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Eckhard Hisserich und Karl Heinrich Linker. Hisserich, ehemaliger Bürgermeister der Ohmstadt und Lehrbeauftragter für Staats- und Kommunalrecht an der Hessischen Verwaltungsakademie möchte sich wie bisher um Haushaltsfragen sowie die Regional- und Stadtentwicklung kümmern. Außerdem möchte er die Rolle des Ansprechpartners für die Feuerwehren und Vereine beibehalten und deren Aktivitäten nachhaltig unterstützen.

Linker, Schreinermeister und Inhaber der gleichnamigen Schreinerei, die er in vierter Generation führt, richtet seinen Fokus auf die wirtschaftliche Entwicklung und Infrastruktur. Weiterhin möchte er Ansprechpartner für Gewerbetreibende und den Gewerbeverein sein.

Neu im BÜRGERFORUM-Team ist Franziska Seng aus Appenrod, aufgewachsen in Erbenhausen. Die Verwaltungsfachangestellte verfügt über eine hohe Sach- und Fachkompetenz im kommunalen Bereich. Sie würde sich als junge Mutter insbesondere bei der Weiterentwicklung der Kindertagesstätten und der Zurverfügungstellung sinnvoller Betreuungsangebote engagieren.

Auf Platz 5 folgt mit Ulrich Seibert („Ecke“) ein „Kernstadt-Aborigine“, wie er sich selbst bezeichnet. Viele Jahre hat er die Interessen der Arbeitnehmer im KAMAX-Betriebsrat in Homberg und im Gesamtbetriebsrat vertreten. Nach seiner Meinung sind die Bürger diejenigen, die Homberg beleben, hier investieren und somit den städtischen Haushalt finanzieren. Dessen erkennbare „Schieflage“ ist sein Antrieb für ein kommunalpolitisches Engagement.

Auf Platz 6 folgt Alexander Prekatsounakis aus dem Stadtteil Dannenrod, aufgewachsen in der Kernstadt, Standortleiter bei der Deutschen Bahn. Als VdK-Vorsitzender für die Stadtteile Appenrod und Dannenrod setzt er sich im Ehrenamt für soziale Belange ein. Als Elternvertreter engagiert er sich in der evangelischen Kindertagesstätte im Stadtteil Maulbach. Zusammen mit Franziska Seng möchte er einen Arbeitsschwerpunkt auf die Bereiche Kinder, Jugend, Familie und Senioren legen.

Laura Reichhardt auf Platz 7, aufgewachsen in Nieder-Ofleiden, jetzt wohnhaft in Bleidenrod, ist operationstechnische Assistentin am Klinikum Marburg. Für sie sind städtische Finanzen, die die Leistungsfähigkeit junger Familien im Auge behalten, sowie die Standortsicherung für die Hausarztpraxen und weiteren Dienstleister auf dem Gesundheitssektor ein besonderes Anliegen.

Auf Platz 8 folgt Thorsten Müller aus dem Stadtteil Maulbach, der als Leiter für den Einkauf der KAMAX-Gruppe verantwortlich ist. Er bekennt sich leidenschaftlich zu dem Unternehmen, dem er schon sehr langjährig angehört. Als passionierter Jäger ist ihm die Bewirtschaftung des Stadtwaldes und eine angemessene Gewichtung von Natur- und Umweltschutz wichtig.

Andreas Rink aus der Kernstadt, Listenplatz 9, der das familiengeführte Bestattungsunternehmen leitet, möchte sich für eine Aufwertung des Erscheinungsbildes der Innenstadt durch eine verbesserte Kommunikation mit den Grundstückseigentümern einsetzen. Für höchst dringlich hält er die seit Jahren im Planungsstadium steckengebliebene Modernisierung der Friedhöfe und der zugehörigen Gebäude.

Mit dem Karosseriebaumeister Sven Vogel auf Platz 10 ist ein weiterer mittelständischer Unternehmer neu auf der BÜRGERFORUM-Liste. Über viele Generationen und zwischenzeitlich über zwei Jahrhundertwenden hinweg hat seine Familie Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt und einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Ohmstadt geleistet. Durch seine Kandidatur möchte Vogel ein Zeichen setzen, dass es bei Grundsteuern und Abgaben kein „weiter so“ geben dürfe, sondern eine bürger- und unternehmerfreundliche politische Ausrichtung angestrebt werden müsse.

Markus Klapp, gelernter Fleischer und passionierter Jäger und Angler, ist seit seiner Geburt leidenschaftlicher Ober-Ofleidener. Er nimmt als Stadtverordneter in vielen Gesprächen die Anliegen der „kleinen Leute“ auf. Ganz entschieden steht er für eine Reduzierung der Abgaben an die Stadt ein.

Der Krankenpfleger Jens Drescher, wohnhaft im Stadtteil Deckenbach, bekannt als Eigentümer der „Cordula-Bar“, ist auf der BÜRGERFORUM-Liste ein überzeugter Vertreter für den Erhalt der Attraktivität der Stadt.

Mit Luca Müller aus dem Stadtteil Maulbach, Kfz-Sachverständiger, hat das BÜRFERFORUM einen jungen Mann als Kandidat gewonnen, der sich auch im Ortsbeirat Maulbach engagieren möchte und der für die Umsetzung eines Forderungskatalogs zur Verbesserung des Lärmschutzes in den Anrainer Stadtteilen der Stadt Homberg (Ohm) an der A 49 eintritt.

Ein weiteres neues Gesicht auf der Liste ist der IT-Consultant Erik Bömeke aus der Kernstadt. Für ihn ist Erhalt und Ausbau der Infrastruktur und vor allem die Digitalisierung der Verwaltung wesentlich, um die Zukunftsfähigkeit der Stadt sicherzustellen.

Erstmals kandidiert die Diplom-Ingenieurin Tina Stumpf, eine weitere selbstständige Gewerbetreibende aus der Kernstadt, bei einer Gemeindewahl. Sie tritt ein für eine Wirtschaftspolitik, die örtliche Unternehmen nachhaltig fördert und unterstützt und erwartet eine Reorganisation der Kfz-Zulassungsstelle im Bürgerbüro.

Die Liste des BÜRGERFORUMS schließt mit Landwirtschaftsdirektor a. D. Klaus Sens aus dem Stadtteil Erbenhausen und dem Diplom-Soziologen und Kommunalberater Uwe Pott aus der Kernstadt. Beide Bewerber waren in Leitungsfunktionen im öffentlichen Dienst tätig. Sens ist derzeit als ehrenamtlicher Stadtrat für das BÜRGERFORUM Mitglied des Magistrats.

Pott war in früheren Jahren bereits Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. Als ehemaliger Fachbereichsleiter von ekom 21 und derzeitiger freiberuflicher Kommunalberater hat er einen konkreten Überblick über die Abläufe in den Kommunalverwaltungen, die er in drei Jahrzehnten fachmännisch begleitet hat. „Eine moderne Kommunalpolitik kennt und akzeptiert die Realität, sie lässt Ideologie und Parteipolitik hinter sich, moderne Kommunalpolitik trägt keine Bedenken, sondern macht im Rahmen der Gegebenheiten Lösungen möglich“, dies ist die Auffassung von Pott, die auch stellvertretend für die Politik des BÜRGERFORUMS in der kommenden Legislaturperiode steht.

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Als der 1. Stadtrat Rotter in Abwesenheit der Bürgermeisterin den Haushalt eingebracht hat, haben wir uns von der Fraktion BÜRGERFORUM nach etwa 20 Minuten Redezeit gefragt, wie es sein kann, dass eine Haushaltsplanung vorgestellt wird und jedenfalls mindestens 20 Minuten lang keine einzige Zahl genannt wird. Bereits dies ließ Übles erahnen. Und tatsächlich:

Rund € 3 Mio. Defizit im ordentlichen Ergebnis – so ist das Haushaltsjahr 2026 beplant.

Zum Ende des Jahres 2025 werden die Rücklagen voraussichtlich bei noch € 3,75 Mio. liegen.

Nach der Haushaltsplanung für 2026 wird ein voraussichtlicher Stand der Rücklagen zum 31.12.2026 in Höhe von nur noch rund € 1 Mio. erwartet.

Die Haushaltsplanungen für 2026 zehren also im Wesentlichen die aktuell noch vorhandenen Rücklagen auf. Ende 2026 sind wir haushalterisch also dem wirtschaftlichen Ende in Homberg schon sehr nah!

Die geplanten ordentlichen Fehlbeträge der Jahre 2027 bis 2029 beziffern sich auf rund € 2,3 Mio.. Hierfür reicht der voraussichtliche Stand der Rücklagen in Höhe von nur noch € 1 Mio. nicht mehr zur Deckung aus.

Die Summe des Zahlungsmittelflusses aus laufender Verwaltungstätigkeit im Jahr 2026 beträgt rund -€ 1,7 Mio.. Sie reicht nicht aus, um daraus die ordentliche Tilgung in Höhe von mehr als € 500.000,00 zu leisten.

Die Personalaufwendungen steigen gegenüber dem Ergebnis 2024 von etwa € 5.580.000,00 um € 1.260.000,00 auf geplante € 6.840.000,00 im Jahr 2026. Ein sattes Plus von rund 23 %. Also fast ein Viertel!

Die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen steigen gegenüber dem Ergebnis 2024 von € 4.350.000,00 um € 2.000.000,00 auf geplante € 6.355.000,00 im Jahr 2026. Ein Plus von etwa 46 %.

Der Ansatz im Haushalt 2024 für Zinsen betrug etwa € 83.000,00. Für 2026 sind rund € 196.000,00 geplant. Ein Plus von mehr als 136 %.

Der Zinsaufwand steigt bis 2027 auf nahezu € 600.000,00. Die Zinslastquote klettert damit von etwa 0,75 im Jahr 2026 auf 2,52 im Jahr 2027.

Die geplanten Jahresergebnisse bis 2029 werden einen Fehlbetrag ausweisen. Die Rücklagen werden bis 2027 vollständig aufgebraucht sein.

Der Schuldenstand wird von rund € 6,8 Mio. zum 31.12. diesen Jahres auf nahezu € 13 Mio. zum 31.12.2027 steigen. Das sind rund € 6,2 Mio. oder 91,2 %. Also nahezu eine Verdoppelung des Schuldenstands in nur zwei Jahren.

Woran liegt diese ruinöse Entwicklung? Bevor wir die Schuld in der allgemeinen weltpolitischen Lage oder vielleicht in der zu geringen finanziellen Ausstattung von Kommunen suchen, schlagen wir vor, einfach mal vor der eigenen „Haustüre zu kehren“:

1. Der „Steuerbringer“ Industrie- und Gewerbegebiet Am Roten Berg

Die Eigentümer lassen sich zwischenzeitlich anwaltlich vertreten. Der Anwalt hat ein Schreiben an alle Fraktionen gerichtet und hat um ein Gespräch gebeten. Die Fraktionen CDU, SPD, Freie Wähler und Grüne haben hierauf noch nicht einmal geantwortet. Wie man ohne mit Landeigentümern zu sprechen und in faire Verhandlungen einzutreten ein Industrie- und Gewerbegebiet entwickeln will, erschließt sich der Fraktion BÜRGERFORUM nicht. Steuereinnahmen sind also aus Industrie- und Gewerbeansiedlungen in naher Zukunft nicht zu erwarten.

2. Kita Nieder-Ofleiden

Die Kita in Nieder-Ofleiden hat in Homberg die höchste Prioritätsstufe erklommen. Alles war – laut Bürgermeisterin – total eilig. Wirtschaftliche Erwägungen und Standorterwägungen haben keine Rolle gespielt. Die Stadtverordneten wurden verängstigt mit Hinweisen auf angeblich zu befürchtende Schadensersatzklagen von Eltern.

Aktuell liegen auf dem Außengelände der Kita-Baustelle seit mehr als einem Jahr meterhohe Erdablagerungen, die nicht beseitigt werden und die in dieser Form auch rechtswidrig sein dürften. Ein konkreter Eröffnungstermin steht noch immer nicht fest. Wollen wir alle hoffen, dass es nicht als schlechtes Zeichen zu werten ist, dass der Investor alle seine übrigen Immobilien, die er in Homberg (Ohm) erworben hat, verrotten lässt und hier vermutlich die nächsten Schrottimmobilien entstehen. Als Beispiel hierfür nenne ich die Bahnhofstraße 1 – aber der Herr Müller fährt einen schicken Ferrari.

3. Friedrichstraße – Alte Gewerbeschule

Hier wurde ein Bürgerbegehren initiiert und ein Bürgerentscheid herbeigeführt. Wenige Jahre später wurde ein Interessenbekundungsverfahren durchgeführt. Es gibt eine eindeutige Beschlusslage der Stadtverordnetenversammlung vom 26.04.2022. Zu keinem Zeitpunkt beschlossen wurde aber, dass das Gebäude auf Kosten der Stadt Homberg (Ohm) abgerissen wird. Im aktuellen Haushalt sind hierfür aber Ausgaben in Höhe von € 200.000,00 geplant. Ohne Beschluss des zuständigen Gremiums und ohne vertragliche Vereinbarung mit einem Erwerber sollen also € 200.000,00 Steuergeld der Homberger Bürger verausgabt werden. Vielleicht wird dieser Vorgang – unter Berücksichtigung des Akteneinsichtsausschusses im Kreis – ein Fall für die objektivste Behörde unserer Republik, nämlich die Staatsanwaltschaft.

4. Personalpolitik

Zahlungen für rückständige Vergütung, Erstattungsleistungen an die Agentur für Arbeit und Abfindung in Höhe von mindestens € 150.000,00 ohne die entstandenen Kosten in der Verwaltung und für den Anwalt für eine rechtswidrige Kündigung eines Bauhofmitarbeiters im Jahr 2025; mindestens zwei weitere Vorgänge im Bereich Personal, die diese Beträge – wenn es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen kommt – noch deutlich übersteigen werden und Personalaufwendungen von rund € 6,85 Mio. im Jahr 2026 bedürfen grundsätzlich überhaupt keiner Kommentierung. Ein Versagen auf der ganzen Linie. Und: Verehrte Bürgerinnen und Bürger: Ihr Auto können Sie in Homberg immer noch nicht zulassen und das wird auch wohl nie mehr möglich sein. Viel Personal – wenig Leistung – das ist das Ergebnis der Ried‘schen Personalpolitik.

Die Liste ließe sich um viele weitere Punkte ergänzen. Warum daher die Haushaltsrede des 1. Stadtrats Rotter in Vertretung der Bürgermeisterin im Wesentlichen keine Zahlen enthielt, drängt sich mit Vehemenz auf.

Kurzum: Die Fraktion BÜRGERFORUM lehnt den Haushalt ab und stellt Änderungsanträge, die separat begründet werden.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Wir beantragen hinsichtlich sämtlicher zu fassenden Beschlüsse namentliche Abstimmung.

15.12.2025 S/T

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